Donnerstag, 5. März 2026

Lunatics

Marco Rubio, gestern:

„Let me explain to you guys in simple English: Iran is run by lunatics. Religious, fanatic lunatics. […]“

Meine unpopuläre Meinung (sorry Marco): Ausgehend von diesem Deutungsschema befürchte ich, dass die zwei anderen Kriegsparteien — und zwar die in diesem Fall angreifenden — ebenfalls von „lunatics“ gelenkt werden.

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Dienstag, 3. März 2026

Trump, Vance, Rubio: Bye bye

Ich glaube, dass die drei Clowns (vorerst) fertig haben mit ihrer politischen Karriere.

Aber wer weiss, ich kann mich massiv täuschen: Plötzlich zieht JD or Marco am 20. Januar 2029 doch noch ins Weisse Haus ein. You never know!

Auf Grund des jungen Alters von Vance und Rubio könnte ein Comeback irgendwann in ferner Zukunft möglich sein. Aber vorerst denke ich ist die Sache gelaufen*.

*) Vorausgesetzt, die Demokraten finden im Gerümpel des Estrichs oder des Kellers einen valablen Kandidaten. Kamala ist es definitiv nicht, und Newsom ist mir einfach zu „geschleckt“. Chance für einen Überraschungskandidaten wie seinerzeit ein gewisser Barack Obama?

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Dienstag, 3. März 2026

Zeitenwende: Der Pax Americana ist tot.

Als westlicher Frosch im sich zunehmend erhitzenden Wasser kann man leicht den Blick auf das grosse Ganze verlieren.

Das us-amerikanische Imperium zerfällt gerade vor unseren Augen, und es kann von niemandem mehr negiert werden.

Es zeichnete sich schon lange ab, aber jetzt, seit dem Angriff der zwei Nuklearmächten Israel und USA auf den Iran am 28. Februar 2026, wird es der ganzen Welt bewusst.

So muss es sich angefühlt haben, als das römische Reich den V1 — the point of no return (in seinem schlussendlich selbstverschuldeten Untergang) — erreichte.

Was wir in den letzten Tagen gesehen haben:

  • Dutzende Verbündete der Amerikaner im Nahen Osten werden von iranischen Drohnen und Raketen angegriffen. Kein Ami weit und breit, der sie verteidigt. Ein paar Luftabwehrbatterien, die Geschosse im Wert von 4 bis 15 Millionen (pro Stück!) in den Himmel schiessen, um Drohnen abzufangen, die ein Bruchteil davon kosten. Sie sind bald leergeschossen. Die USA erwägen bereits, THAAD-Batterien aus Südkorea abzuziehen, was darauf hinweist, wie gut durchdacht und durchgeplant der Angriff von letzter Woche war. Die bisherige Abmachung: Dein Öl gegen unsere (immer wertlosere) Währung, und „gratis“ dazu unser militärischer Schutzschild — Makulatur.
  • U.S. Stützpunkte in der ganzen Region wurden evakuiert, sind verwaist. Ein paar arme Nasen wurden zurückgelassen, um nach dem Rechten zu sehen. Die Basen sind seit dem 28. Februar regelmässig unter Beschuss — und werden nach und nach zerstört. Ein Langstreckenradar, der mehr als eine Milliarde US Dollar gekostet hat — pulverisiert. Eine Schmach sondergleichen. Insbesondere die wichtigste Einrichtung, der Stützpunkt der fünften Flotte der U.S. Navy in Bahrain: Unbrauchbar gemacht. Jetzt muss die Flotte dreieinhalb Tage nach Diego Garcia (notabene Britisch) fahren, um Material und Waffen zu laden, und Reparaturen vorzunehmen.
  • U.S. Botschaften und Konsulate in der Region gehen in Flammen auf. Natürlich gab es solche Angriffe auch schon in der Vergangenheit, deshalb gleichen U.S. Botschaften heute James Bond-Festungen respektive Fort Knox. Aber in so wenigen Tagen so viele Angriffe über den ganzen Nahen Osten verteilt? Ein Novum.
  • Amerikanische Bürger in der Region: Vollkommen auf sich gestellt. Zwar haben sie freundlicherweise die Meldung erhalten, die Region zu verlassen — doch das „Imperium“ bietet keine Transporte für seine Bürger an. Keine Schiffe, keine Flüge, um das Fussvolk (welches notabene überall auf der Welt besteuert wird — meinem Verständnis nach als Tauschgeschäft, dass man im Kriegsfall kostenlos beschützt und nach Hause geflogen wird), nach Hause in die Sicherheit zu bringen. Each on its own. Jeder für sich.
  • Implosion der MAGA Wahlplattform: Keine teuren, „foreign wars“ ohne direkten Nutzen für Amerika? Scheissegal, der MIK und AIPAC fordern ihren Tribut, und Trump konnte oder wollte nicht länger dagegenhalten. Reine Dummheit des Narzissten? Eine nicht öffentlich gemachte Krankheit des Präsidenten mit Jahrgang 1946, die das Urteilsvermögen angreift? Brisantes Trump-Kompromat der Epstein-Klasse?
  • Panik macht sich breit. Die Franzosen und Briten sind bereits eingeknickt, und eilen ihrem Verbündeten zu Hilfe. Deutschland zaudert noch, und macht vorerst das, was sie am Besten können: Die angegriffene Nation tadeln, sich gefälligst nicht zu wehren. Spanien hat sich aus dem Diskurs verabschiedet, und verärgerte König droht mit Gegenmassnahmen (Zölle, Handelsabbruch). Tipp: Wieso nicht mit Amerikas Stärke drohen, dem Regime Change?
  • (Nachtrag) Zwei Mal haben die Amerikaner vorgetäuscht, mit den Iranern zu verhandeln. Rückblickend ging es nur darum, die Iraner in der Sicherheit zu wiegen, abzulenken, und (insbesondere beim aktuellen Konflikt) Zeit zu gewinnen, um die Air Force und Navy aufmarschieren zu lassen. Die Nachricht an die ganze Welt: Verhandeln mit den Amis bringt nichts.

Was jetzt kommt? Im direkten Kriegsgeschehen: Ich befürchte: Atombomben. In den „Nebenkriegsschauplätzen“ Ukraine und Taiwan: Ein Opportunitätsfenster öffnet sich. Was wird Putin tun, und wird Xi Tatsachen schaffen?

Item. Die Frage bezüglich des Nahen Ostens ist nur noch, wer zuerst die Nerven verliert: Die Israelis, wenn ihre bevölkerungsreichen Zentren weiter mit iranischen Raketen eingedeckt werden, die Iron Dome Interceptors leergeschossen sind, und lebenswichtige Infrastruktur (Entsalzungsanlagen, Kraftwerke) zerstört werden?

Oder der gekränkte Narzisst Trump, der sich völlig verspekuliert hat, sich langsam seiner fürchterlichen Situation (und des Verrats) bewusst wird, und nach nun jedem Strohhalm greift, um den Schmach abzuwenden. Das vermutete Resultat: Ein letztes Aufbäumen der Supermacht, jetzt für jeden sichtbar: Clowns, im Weissen Haus (Geständnis: Ich war voller Hoffnung, aber habe mich geirrt — den Worten folgten gegenteilige Taten). Die letzte Supermacht, im Ertrinken wild um sich schlagend. Der Übergang vom Uni- zum Multilateralismus wird uns allen weh tun.

Wenn wir Pech haben, steht der Dritte Weltkrieg vor der Tür. Und Khameini — was auch immer man von dem Typen denken mag — ist der Franz Ferdinand von 2026.

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Montag, 2. März 2026

Iran-Krieg: Kostenrechnung

Der Israelische Iron Dome und die Patriot-Batterien auf US-Stützpunkten in der Region arbeiten Überzeit.

Bei jedem Video, welches man auf Twitter sieht, sollte man im Hinterkopf die Kostenrechnung machen: Iran schickt Drohnen und Raketen en masse Richtung Gegner.

Jede Patriot-Rakete, die in den Himmel geschossen wird, kostet den Besitzer circa 4 Millionen US-Dollar. Kommen THAADs zum Einsatz, reden wir schon von 12 Millionen US-Dollar. Wenn ich die Videos korrekt deute, werden jeweils zwei bis drei Raketen auf ein abzufangendes Ziel abgefeuert.

Nie im Leben kosten die Iranischen Angriffswaffen auch nur annähernd so viel.

Übrigens:

Lockheed Martin currently produces over 500-600 Patriot (PAC-3 MSE) missiles annually […]

Die verbraten in den nächsten Tagen locker den ganzen Jahres-Ausstoss solcher Raketen.

Nachtrag

Ein Twitter-Benutzer hat Produktionszahlen veröffentlicht:

SM-6: 125/year
PAC-3 MSE: 620/y
Talon (THAAD): 96/y
SM-3 IB: 36-48/y (capacity for 60/y)
SM-3 IIA: 24/y

Quelle: @colbybadhwar

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Montag, 2. März 2026

Trump hat zu hoch gepokert. Trump hat fertig.

Nach diesem Wochenende sehe ich nicht, wie er seine Präsidentschaft noch retten kann.

Die Midterms im November werden ein absolutes Desaster und er verliert die Mehrheit im Kongress. Verschwörungstheoretischer Einschub: Es wird Midterms geben, oder? (Platzhalter: Princess Amidala Meme)

Noch ein Einschub: Ich glaube Trump geht es gesundheitlich nicht mehr gut. Verglichen mit den Wahlkampfvideos, wo er beispielsweise die acht Trillionen US-Dollar anprangerte, die die Administrationen vor ihm im Nahen Osten verbraten haben, lallt er mir zu viel, schaut erschöpft aus. Irgendwas stimmt nicht mit ihm.

Dritter Einschub: Sich derart im Iran zu verrennen lässt mich wieder Rätseln, was für krasses Material die Israelis über Donald in ihrem Giftschrank haben. Die um die Welt fliegenden, in seinem Namen verhandelnden Immobilienhändler mit der bestimmten Religion können unmöglich alleine ausschliesslich mit „soft-power“ einen derartigen Einfluss auf ihn ausüben.

Doch alles der Reihe nach: Heute stürzen die Aktienmärkte ab, das Benzin steigt in den USA über die Schmerzgrenze, bald beginnt der Zustrom an Leichensäcken aus dem Nahen Osten, Tucker Carlson, Nick Fuentes und wie sie alle heissen schalten in die höchsten Gänge, die MAGA-Plattform zerfällt (oder: zerbricht), die Zionisten unter AIPAC und das Epstein-Regime kommen doch noch in Bedrängnis. Da hat irgendjemand aus diesen Kreisen irgendwas ganz Schlimmes über ihn in der Hand.

Wenn ich die Bilder aus Tel Aviv, Jerusalem und von all den über den Nahen Osten verstreuten Militärbasen ansehe, beschleicht mich die Befürchtung, dass die us-amerikanische Waffenindustrie dieses Wochenende zwar als „Kick Off“ der „2026 Sales Campaign“ sahen, die „Waffendemos“ derzeit aber nicht das halten, was sie versprachen.

Und: Wie bereits in der Ukraine schauen die Russen und Chinesen ganz, ganz, ganz genau hin (wetten die haben dutzende oder hunderte Leute in der iranischen Armee „embedded“?) — und lernen und verfeinern Angriffstaktiken und Technologien, mit welchen man die us-amerikanische Navy und Air Force und ihre Waffen wenn nicht in die Knie zwingt dann immerhin gehörig beschädigt.

Und, schlussendlich: Seit Jahrzehnten war die Gefahr vermutlich nie mehr so gross wie heute, dass einer der beiden „guten“ Akteure in die Ecke gedrängt eine Atombombe zündet.

Aber: Vielleicht haben die USA und Israel doch alles im Griff, es läuft alles genau nach Plan, und die Anfangserfolge des Irans sind nur eine Finte, und der Hammer fällt den Mullahs jede Minute auf den Kopf.

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Donnerstag, 26. Februar 2026

Jeffrey „Forest Gump“ Epstein

Jeffrey Epstein is like a Jewish forest gump the guy was involved in every major historical event this past 40 years

Quelle: @dylantop5

Ein glasklarer Fall: Er war ein russischer Agent! /s

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Dienstag, 24. Februar 2026

Soundtrack für die Reise zur Geburt meiner Tochter

Gareth Emery feat. 旺仔小乔: Fallen

Folgender Song lief auf meiner Reise zur Geburt meiner Tochter non-stopp, sozusagen in „Heavy Rotation“, auf dem Mileage- und Lufthansa Lounge-Run GVA–FRA–MUC–BKK:

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Dienstag, 24. Februar 2026

PostFinance: Doppelte Kartenbuchung: Grottenschlechter eFinance Kundenchat

Es ist die Nacht vom 1. auf den 2. November 2025: Nach einer feuchtfröhlichen Hochzeitsfeier in der Silo Lounge besteige ich am Loeb-Egge ein Taxi („Edimo Worb“), welches mich nach Neuenegg fahren soll.

Bei meinem Übernachtungsort angekommen zeigt der Taxometer 89.70 CHF und ich bezahle den Taxifahrer über sein SumUp-Gerät mit meiner virtuellen PostFinance Card über Apple Pay.

Der Taxifahrer sagt mir, dass die Überweisung nicht funktioniert hätte — obwohl ich auf dem iPhone auf dem Bildschirm die entsprechende Mitteilung erscheint. Da ich nicht für Diskussionen aufgelegt bin und nur noch Schlafen gehen will, zücke ich meine PostFinance Card und bezahle mit der physischen Karte. Das scheint zu klappen, der Taxifahrer entlässt mich in die dunkle Nacht.

Ein paar Wochen später erfasse ich meine Ausgaben in der Buchhaltung. Dabei fällt mir die doppelte Transaktion von meinem PostFinance-Konto auf. Mist.

Die Buchungen sagen beide Male:

KAUF/DIENSTLEISTUNG VOM 02.11.2025
KARTEN NR. XXXX1234
SUMUP *EDIMO TAXI
WORB (CH)

Mit dem SumUp-Gerät gab es mangels Drucker natürlich keine Papierquittung, und ich habe auch keine handgeschriebene Quittung verlangt (wer macht das schon?).

Erste Idee: Ich kontaktiere das Taxi-Unternehmen, und bitte um die Rückerstattung einer der Transaktionen. Leider findet sich über Google weder eine Homepage, noch eine Geschäftsadresse. Ich finde auf einer Website einen jungen Fussballspieler in Worb lautend auf diesen Familiennamen, doch das Match-Resultat FC Schwarzenburg / Rüschegg gegen SC Worb ist datiert auf den 21. Mai 2014. Jahre in der Vergangenheit. Und vermutlich — falls überhaupt verwandt — handelt es sich um den Sohn des Taxifahrers, denn der Taxifahrer war älter als ich, sprich war 2014 sicher nicht in einem Juniorenteam unterwegs. Mehr finde ich auf die schnelle über Google nicht. Auch das SHAB findet nichts für „edimo“.

Nun gut, der grosse Vorteil von Kartenzahlungen: Man kann sich an seine Bank wenden und die Zahlung beanstanden. Ich öffne PostFinance eFinance im Browser, und gehe in den Chat. Über mehrere Tage versuche ich dort vergebens, meinem Anliegen das richtige Gehör zu verschaffen. PostFinance sieht kein Anlass, aktiv zu werden, und bittet mich, mit dem Taxi-Unternehmen Kontakt aufzunehmen:

Da der Betrag zweimal ordentlich abgebucht wurde, können wir die Zahlung nicht automatisch stornieren. Am besten nehmen Sie mit dem Taxiunternehmen Kontakt auf. Falls das zu nichts führt, können Sie eine Nachforschung für die doppelte Zahlung in Auftrag geben, damit wir das Geld zurückverlangen können.

Ich erläutere dem Kundendienst, dass ich keine Telefonnummer, Email-Adresse noch eine Homepage gefunden habe, und ich deshalb nicht mit dem Taxi in Kontakt treten kann. Der Kundendienstmitarbeiter des Tages antwortet mir, dass ich in dem Fall einen Nachforschungsauftrag stellen müsse. PostFinance werde „nachforschen“, mit einem für mich unklaren Ziel (die Kontaktangaben des Taxiunternehmens ausfindig zu machen, mir mitzuteilen, damit ich dann mit dem Unternehmen Kontakt aufnehmen kann, um vielleicht mein Geld zurück zu erhalten?).

Sie können eigenständig im E-Finance eine Nachforschung veranlassen. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  • Klicken Sie im Menü «Home» in der Kachel «Bewegungsübersicht» zuerst auf das gewünschte Konto und anschliessend auf «Alle Bewegungen»
  • Wählen Sie die Zahlung vom 28. Dezember 2022 an, damit die Bewegungsdetails angezeigt werden
  • Danach klicken Sie ganz unten auf „Nachforschung“
  • füllen Sie die Nachforschungs-Maske aus und klicken auf den gelben Button «Senden»

Bitte beachten Sie, dass bei einer Nachforschung eine Gebühr von CHF 30.00 (Ausland CHF 60.00) anfällt und diese mehrere Wochen dauern kann.

Problem: 30 Franken Nachforschungsgebühr? Bei einem zu rückerstattenden Betrag von 90 Franken sind 33 Prozent Kosten weit über meiner Schmerzgrenze.

Ich werde stinkig und mache meinem Ärger Luft: Ich sei Kunde der Bank, bezahle Kontogebühren, aber in diesem offensichtlichen Fall erhielte ich keine Unterstützung.

Der Person am anderen Ende scheint dies egal zu sein. Meine Vermutung: Am anderen Ende sitzen Lehrlinge (Gen Z, „Kunde droht mit Arbeit“, oder schlichtweg überfordert mit solchen Anfragen), oder noch schlimmer, ins Ausland outgesourcte Kundendienstmitarbeiter.

Letzter Versuch: Ich nehme mit SumUp Kontakt auf. Der Hersteller des Terminals, über welches der Betrag doppelt abgebucht wurde. SumUp muss den Besitzer des Terminals kennen, da zwischen SumUp und ihm ein entsprechender Vertrag geschlossen wurde (soviel verstehe ich noch von meiner Zeit bei der SIX Group). Die PostFinance hat keinen Kontakt mit dem Taxiunternehmer, sondern hat einen Vertrag mit mir, und noch mit MasterCard, über welche das Geld geflossen ist (oder?). SumUp bestätigt den Erhalt der Anfrage, und meldet sehr rasch, dass sie mir nicht weiterhelfen können, und ich mich an die kartenherausgebende Bank melden soll. Toll, zurück zum Start.

Ich gehe noch einmal in den Chat, melde dies PostFinance zurück, worauf mir erneut gesagt wird, dass ich einen Nachforschungsauftrag stellen müsse. Ich beschwere mich lauthals und frage, wo ich ein Beschwerdeformular finde, um eine Transaktion zu beanstanden. Der Chat-Mitarbeiter versteht nicht, was ich suche, und kann mir nicht helfen.

Gefrustet verlasse ich den Chat. Dann die Erleuchtung: Ich Idiot! Was, wenn PostFinance das Formular öffentlich zum Download anbietet? Und siehe da, wenige Sekunden später finde ich folgende Web-Seite:

Transaktion beanstanden

Dort kann ich auswählen:

  • Missbräuchliche Buchungen nach Kartenverlust oder Kartendiebstahl. Beanstandungsformular ausschliesslich für missbräuchliche Buchungen nach physischem Kartenverlust/Kartendiebstahl. 01748_00_de.pdf
  • Nicht gerechtfertigte Belastungen. Beanstandungsformular für nicht gerechtfertigte Belastungen. 01620_00_de.pdf
  • Beanstandungsformular für missbräuchliche Buchungen ohne physischen Kartenverlust/Kartendiebstahl. 01747_00_de.pdf
  • Missbräuchliche PostFinance Pay Belastungen. Formular Beanstandung missbräuchlicher Transaktionen PostFinance Pay. 01822_de.pdf

Der Fall war klar: Beanstandungsformular für nicht gerechtfertigte Belastungen (Dierktlink auf das PDF) war das gesuchte Formular.

Zwischenfrage: Wieso hat mich der Kundensupport via Chat nicht auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht? Ist das primäre Ziel, Kunden abzuwimmeln?

Das Problem: Mittlerweile war es nach Weihnachten, und das Formular sagt klar:

Nur wenn Sie innerhalb von 30 Tagen ab Datum der Avisierung (Kontoauszug, Lastschriftenanzeige usw.) die Transaktion schriftlich beanstanden, können wir beim betreffenden Unternehmen Einsprache erheben.

Doch dann realisierte ich: Der Kontoauszug mit der zu beanstandenden Buchung wurde am 1.12.2025 generiert, somit hatte ich noch bis Ende Jahr 2025 Zeit, um meine Beanstandung vorzubringen. Das tat ich auch — der Brief ging kurz vor Torschluss am 30. Dezember 2025 auf die Post.

Am 18. Februar 2026 erhielt ich endlich eine Antwort von Postfinance:

Ihre PostFinance Card kombiniert mit Debit Mastercard – Beanstandung abgeschlossen

[…] Die Prüfung des Sachverhaltes konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Der Betrag wurde Ihnen
am 18.02.2026 gutgeschrieben. Bei Fragen sind wir gerne für Sie da. […]

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Sonntag, 15. Februar 2026

Führte die NATO-Osterweiterung zum Ukraine-Krieg?

Eine „Bianka“, schreibend für Waronomics (Substack-Homepage), findet klar „Nein!“:

The NATO Expansion Myth: How Academic Realists Rewrote History to Avoid Admitting They Were Wrong

Prominentester Vertreter dieser Hypothese ist vermutlich John Mearsheimer.

Ich versuche, Biankas wichtigste Argumente gegen diese Hypothese zusammenzufassen (soweit sie mir in Erinnerung geblieben sind):

  • Russland wurde nie vertraglich zugesichert, dass nach dem Fall der Mauer sich die NATO nicht über Deutschland hinaus gegen Osten expandieren würde
  • Polen, die Tschechei, Ungarn, die baltischen Staaten und der Balkn sind aus eigenen Stücken der NATO beigetreten, es war nicht der Westen, der darauf gedrängt hat.
  • Clinton, der NATO Expansionsbremser, wurde durch die Niederlage in den 1994ern Midterms gezwungen, seinen Widerstand aufzugeben. Angabegemäss hatte die Diaspora aus den obigen europäischen Staaten die Niederlage herbeigeführt, als Quittung für die Verzögerung in der Aufnahme
  • Nicht der Westen und/oder Amerika zerstörten in den 1990ern Russland ökonomisch, das Land hat dies einzig und allein selbst verschuldet
  • Da Yanukovich Sevastopol bis 2042 an Russland vermietet hat, ist eine Voraussetzung für den NATO-Beitritt nicht gegeben: Territoriäle Integrität.
  • Die Verfechter der Hypothese ignorieren die Jahre 2008–2014, wo die USA genau das taten, was jetzt wieder von den Realpolitikern um Mearsheimer gefordert wird: „Appeasement“ gegenüber Russland. Der Dank: Nach dem Maidan-Coup annektierte Russland die Krim.
  • Eine Atommacht benötigt keine Pufferzone an ihrer Landesgrenze
  • Russland ist auf einem Eroberungsfeldzug
  • Die USA haben keine kontinuierliche, koharänte Aussenpolitik. Sie wechselt mit jeder Administration. Das Land kann somit keinen bösen Masterplan verfolgen, der über vier- respektive achtjährige Präsidentschaftsperioden hinaus dauert.

Aha.

Als gelernter Historiker, geschult in Quellenkritik, ist mir spontan eines aufgefallen: In Biankas Twitter-Profil weht die Ukraine-Flagge, und dort steht auf Kyrillisch: Slava Ukraini. Als Hintergrundbild: Ein Gemälde des brennenden Kremls. Dementsprechend müssen wir hier von einem über alle Zweifel erhabenen neutralen Artikel ausgehen.

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Samstag, 14. Februar 2026

Varou hat 2015 alles vorausgesagt

Krass (falls es stimmt):

[We predicted 2015 that] Europe would descend into a cesspit of xenophobia, economic stagnation, rampant inequality, discontent, and therefore, neo-fascism, state-repression, and yes, war-mongering.

Flinten-Uschi and Kaja haben die Prophezeiung erfüllt.

Alles gut, aber das Hirnverbrannte (aus Schweizer Sicht) ist, dass die Schweiz sich allen Ernstes diesem Verlierer-Club unterordnen will (und vermutlich auch tun wird, ausser das Bürokratiemonster kollabiert vor dem Abstimmungstag).

Aber kein Wunder, bei diesen „Grössen“ (Heissluftföhns) im Bundesrat; Cassis („mein lieber Freund Wolodomir“), Jans („der Islam gehört zur Schweiz“), Pfister (ein Diener des amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes), Baume-Schneider (gibt es die noch?!). Ich kann mich leider nicht erinnern, wann wir das letzte Mal kompetente Bundesräte in der Regierung hatten.

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