Gareth Emery feat. 旺仔小乔: Fallen
Folgender Song lief auf meiner Reise zur Geburt meiner Tochter non-stopp, sozusagen in „Heavy Rotation“, auf dem Mileage- und Lufthansa Lounge-Run GVA–FRA–MUC–BKK:
Dienstag, 24. Februar 2026
Gareth Emery feat. 旺仔小乔: Fallen
Folgender Song lief auf meiner Reise zur Geburt meiner Tochter non-stopp, sozusagen in „Heavy Rotation“, auf dem Mileage- und Lufthansa Lounge-Run GVA–FRA–MUC–BKK:
Tags: BKK, Fallen, FRA, Gareth Emery, GVA, MUC
Labels: Familie, Reisen
Dienstag, 24. Februar 2026
Es ist die Nacht vom 1. auf den 2. November 2025: Nach einer feuchtfröhlichen Hochzeitsfeier in der Silo Lounge besteige ich am Loeb-Egge ein Taxi („Edimo Worb“), welches mich nach Neuenegg fahren soll.
Bei meinem Übernachtungsort angekommen zeigt der Taxometer 89.70 CHF und ich bezahle den Taxifahrer über sein SumUp-Gerät mit meiner virtuellen PostFinance Card über Apple Pay.
Der Taxifahrer sagt mir, dass die Überweisung nicht funktioniert hätte — obwohl ich auf dem iPhone auf dem Bildschirm die entsprechende Mitteilung erscheint. Da ich nicht für Diskussionen aufgelegt bin und nur noch Schlafen gehen will, zücke ich meine PostFinance Card und bezahle mit der physischen Karte. Das scheint zu klappen, der Taxifahrer entlässt mich in die dunkle Nacht.
Ein paar Wochen später erfasse ich meine Ausgaben in der Buchhaltung. Dabei fällt mir die doppelte Transaktion von meinem PostFinance-Konto auf. Mist.
Die Buchungen sagen beide Male:
KAUF/DIENSTLEISTUNG VOM 02.11.2025 KARTEN NR. XXXX1234 SUMUP *EDIMO TAXI WORB (CH)
Mit dem SumUp-Gerät gab es mangels Drucker natürlich keine Papierquittung, und ich habe auch keine handgeschriebene Quittung verlangt (wer macht das schon?).
Erste Idee: Ich kontaktiere das Taxi-Unternehmen, und bitte um die Rückerstattung einer der Transaktionen. Leider findet sich über Google weder eine Homepage, noch eine Geschäftsadresse. Ich finde auf einer Website einen jungen Fussballspieler in Worb lautend auf diesen Familiennamen, doch das Match-Resultat FC Schwarzenburg / Rüschegg gegen SC Worb ist datiert auf den 21. Mai 2014. Jahre in der Vergangenheit. Und vermutlich — falls überhaupt verwandt — handelt es sich um den Sohn des Taxifahrers, denn der Taxifahrer war älter als ich, sprich war 2014 sicher nicht in einem Juniorenteam unterwegs. Mehr finde ich auf die schnelle über Google nicht. Auch das SHAB findet nichts für „edimo“.
Nun gut, der grosse Vorteil von Kartenzahlungen: Man kann sich an seine Bank wenden und die Zahlung beanstanden. Ich öffne PostFinance eFinance im Browser, und gehe in den Chat. Über mehrere Tage versuche ich dort vergebens, meinem Anliegen das richtige Gehör zu verschaffen. PostFinance sieht kein Anlass, aktiv zu werden, und bittet mich, mit dem Taxi-Unternehmen Kontakt aufzunehmen:
Da der Betrag zweimal ordentlich abgebucht wurde, können wir die Zahlung nicht automatisch stornieren. Am besten nehmen Sie mit dem Taxiunternehmen Kontakt auf. Falls das zu nichts führt, können Sie eine Nachforschung für die doppelte Zahlung in Auftrag geben, damit wir das Geld zurückverlangen können.
Ich erläutere dem Kundendienst, dass ich keine Telefonnummer, Email-Adresse noch eine Homepage gefunden habe, und ich deshalb nicht mit dem Taxi in Kontakt treten kann. Der Kundendienstmitarbeiter des Tages antwortet mir, dass ich in dem Fall einen Nachforschungsauftrag stellen müsse. PostFinance werde „nachforschen“, mit einem für mich unklaren Ziel (die Kontaktangaben des Taxiunternehmens ausfindig zu machen, mir mitzuteilen, damit ich dann mit dem Unternehmen Kontakt aufnehmen kann, um vielleicht mein Geld zurück zu erhalten?).
Sie können eigenständig im E-Finance eine Nachforschung veranlassen. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
- Klicken Sie im Menü «Home» in der Kachel «Bewegungsübersicht» zuerst auf das gewünschte Konto und anschliessend auf «Alle Bewegungen»
- Wählen Sie die Zahlung vom 28. Dezember 2022 an, damit die Bewegungsdetails angezeigt werden
- Danach klicken Sie ganz unten auf „Nachforschung“
- füllen Sie die Nachforschungs-Maske aus und klicken auf den gelben Button «Senden»
Bitte beachten Sie, dass bei einer Nachforschung eine Gebühr von CHF 30.00 (Ausland CHF 60.00) anfällt und diese mehrere Wochen dauern kann.
Problem: 30 Franken Nachforschungsgebühr? Bei einem zu rückerstattenden Betrag von 90 Franken sind 33 Prozent Kosten weit über meiner Schmerzgrenze.
Ich werde stinkig und mache meinem Ärger Luft: Ich sei Kunde der Bank, bezahle Kontogebühren, aber in diesem offensichtlichen Fall erhielte ich keine Unterstützung.
Der Person am anderen Ende scheint dies egal zu sein. Meine Vermutung: Am anderen Ende sitzen Lehrlinge (Gen Z, „Kunde droht mit Arbeit“, oder schlichtweg überfordert mit solchen Anfragen), oder noch schlimmer, ins Ausland outgesourcte Kundendienstmitarbeiter.
Letzter Versuch: Ich nehme mit SumUp Kontakt auf. Der Hersteller des Terminals, über welches der Betrag doppelt abgebucht wurde. SumUp muss den Besitzer des Terminals kennen, da zwischen SumUp und ihm ein entsprechender Vertrag geschlossen wurde (soviel verstehe ich noch von meiner Zeit bei der SIX Group). Die PostFinance hat keinen Kontakt mit dem Taxiunternehmer, sondern hat einen Vertrag mit mir, und noch mit MasterCard, über welche das Geld geflossen ist (oder?). SumUp bestätigt den Erhalt der Anfrage, und meldet sehr rasch, dass sie mir nicht weiterhelfen können, und ich mich an die kartenherausgebende Bank melden soll. Toll, zurück zum Start.
Ich gehe noch einmal in den Chat, melde dies PostFinance zurück, worauf mir erneut gesagt wird, dass ich einen Nachforschungsauftrag stellen müsse. Ich beschwere mich lauthals und frage, wo ich ein Beschwerdeformular finde, um eine Transaktion zu beanstanden. Der Chat-Mitarbeiter versteht nicht, was ich suche, und kann mir nicht helfen.
Gefrustet verlasse ich den Chat. Dann die Erleuchtung: Ich Idiot! Was, wenn PostFinance das Formular öffentlich zum Download anbietet? Und siehe da, wenige Sekunden später finde ich folgende Web-Seite:
Dort kann ich auswählen:
Der Fall war klar: Beanstandungsformular für nicht gerechtfertigte Belastungen (Dierktlink auf das PDF) war das gesuchte Formular.
Zwischenfrage: Wieso hat mich der Kundensupport via Chat nicht auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht? Ist das primäre Ziel, Kunden abzuwimmeln?
Das Problem: Mittlerweile war es nach Weihnachten, und das Formular sagt klar:
Nur wenn Sie innerhalb von 30 Tagen ab Datum der Avisierung (Kontoauszug, Lastschriftenanzeige usw.) die Transaktion schriftlich beanstanden, können wir beim betreffenden Unternehmen Einsprache erheben.
Doch dann realisierte ich: Der Kontoauszug mit der zu beanstandenden Buchung wurde am 1.12.2025 generiert, somit hatte ich noch bis Ende Jahr 2025 Zeit, um meine Beanstandung vorzubringen. Das tat ich auch — der Brief ging kurz vor Torschluss am 30. Dezember 2025 auf die Post.
Am 18. Februar 2026 erhielt ich endlich eine Antwort von Postfinance:
Ihre PostFinance Card kombiniert mit Debit Mastercard – Beanstandung abgeschlossen
[…] Die Prüfung des Sachverhaltes konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Der Betrag wurde Ihnen
am 18.02.2026 gutgeschrieben. Bei Fragen sind wir gerne für Sie da. […]
Tags: eFinance, Kunde, PostFinance, PostFinance Card, SumUp, Taxi
Labels: Schweiz
Sonntag, 15. Februar 2026
Eine „Bianka“, schreibend für Waronomics (Substack-Homepage), findet klar „Nein!“:
The NATO Expansion Myth: How Academic Realists Rewrote History to Avoid Admitting They Were Wrong
Prominentester Vertreter dieser Hypothese ist vermutlich John Mearsheimer.
Ich versuche, Biankas wichtigste Argumente gegen diese Hypothese zusammenzufassen (soweit sie mir in Erinnerung geblieben sind):
Aha.
Als gelernter Historiker, geschult in Quellenkritik, ist mir spontan eines aufgefallen: In Biankas Twitter-Profil weht die Ukraine-Flagge, und dort steht auf Kyrillisch: Slava Ukraini. Als Hintergrundbild: Ein Gemälde des brennenden Kremls. Dementsprechend müssen wir hier von einem über alle Zweifel erhabenen neutralen Artikel ausgehen.
Tags: Baker, Gorbatschow, NATO, Ostexpansion, Russland, Ukraine, USA
Labels: Europa, Krieg, Politik
Samstag, 14. Februar 2026
Krass (falls es stimmt):
[We predicted 2015 that] Europe would descend into a cesspit of xenophobia, economic stagnation, rampant inequality, discontent, and therefore, neo-fascism, state-repression, and yes, war-mongering.
Flinten-Uschi and Kaja haben die Prophezeiung erfüllt.
Alles gut, aber das Hirnverbrannte (aus Schweizer Sicht) ist, dass die Schweiz sich allen Ernstes diesem Verlierer-Club unterordnen will (und vermutlich auch tun wird, ausser das Bürokratiemonster kollabiert vor dem Abstimmungstag).
Aber kein Wunder, bei diesen „Grössen“ (Heissluftföhns) im Bundesrat; Cassis („mein lieber Freund Wolodomir“), Jans („der Islam gehört zur Schweiz“), Pfister (ein Diener des amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes), Baume-Schneider (gibt es die noch?!). Ich kann mich leider nicht erinnern, wann wir das letzte Mal kompetente Bundesräte in der Regierung hatten.
Tags: DiEM25, Varoufakis
Labels: Gesellschaft, Politik
Samstag, 14. Februar 2026
Dieses „LucasFilm Adventure“ habe ich in den letzten drei Wochen persönlich durchgespielt.
Das Bezirksbüro des Bezirks, in welchem der Geburtsort liegt, stellt die Geburtsurkunde für ein Neugeborenes aus. Unser Spital liegt in der Provinz Samut Prakan (gleich neben Bangkok), und der Bezirk ist Bang Phli, somit war folgendes Bezirksbüro zuständig:
Bang Phli District Office ที่ว่าการอำเภอบางพลี
Was für mich immer noch nicht klar ist: Wird sowohl der Bezirk Amphoe genannt, wie auch das Bezirksbüro?
Das Privatspital hat sich um das Administrative gekümmert, sprich den gewünschten Namen des Kindes sowie alle nötigen Dokumente wie Kopie der Thai ID, Schweizer Pass, usw. usf. eingefordert, dann einen Mitarbeiter ins Bezirksbüro geschickt, der die gewünschten Parameter durchgab, die Geburtsurkunde in Empfang nahm, und zurück ins Spital brachte.
Tipp: Die englische Übersetzung bei der Entgegennahme pingelig genau durchlesen, um Schreibfehler zu entdecken. Hätten wir den Schreibfehler gleich zu dem Zeitpunkt entdeckt und bemängelt, wäre dessen Korrektur hoffentlich nicht unser, sondern das Problem des Spitals gewesen. Obwohl das Bezirksbüro dann bereits geschlossen gewesen wäre.
In Thailand nennt man die Geburtsurkunde Sutibat. Amtlich heisst die Urkunde Tho. Ro. 1.
Die Geburtsurkunde wird grundsätzlich ein einziges Mal ausgestellt, und es kann nur eine Urkunde im Umlauf sein. Sie ist hier ein extrem wichtiges Dokument, zu dem man Sorge tragen muss. Ich bewahre sie in einem Ordner in einer Sichtmappe auf, und zwar einer starren, verstärkten PVC-Version, die man auch für Restaurantmenus verwendet. Meine Freundin wollte das Ding laminieren (verständlich, auf Grund der Wichtigkeit des Dokuments), doch im Internet wird stark davon abgeraten. Die Beamten hier scheinen das nicht zu mögen, respektive wollen das Papier selber fühlen, wenn man das Dokument vorlegen muss.
Verliert man die Geburtsurkunde, muss man das der thailändischen Polizei melden und auf dem Bezirksbüro vorsprechen, um eine neue Urkunde zu erhalten.
Angabgemäss kann man die Urkunde auch auf thailändischen Botschaften anfordern, wenn man im Ausland wohnt? Ausprobieren möchte ich das aber lieber nicht.
Die Geburtsurkunde wird auf Thailändisch ausgestellt. Startet man mit einem westlichen Namen, wird dieser dem Laut nach in das Thailändische übersetzt und entsprechend eingetragen.
Wie dieses Mapping von sich geht, entzieht sich meiner Kenntnis — ich gehe davon aus, dass dies primär vom Beamten abhängt, insbesondere bei ungewöhnlichen Namen.
Wir bekamen zusammen mit der Geburtsurkunde automatisch auch noch eine englische „certified copy“ der Geburtsurkunde über. Dort steht der lateinische Name drin.
Auf Grund von Verständigungsproblemen empfehle ich, den gewünschten Namen in Lateinisch aufzuschreiben, auszudrucken, ins Spital mitzunehmen, und dann der Person auszuhändigen, welche die Geburt auf dem Bezirksbüro meldet. Insbesondere wenn es nicht gängige Schreibweisen sind.
Selbst mit einem Screenshot via Line gab es dann aber immer noch ein hin- und her, bis der Vater (ich) seinen Wunsch-Mittelnamen auch tatsächlich eingetragen erhielt.
Als wir wenige Tage später per Zufall im Passbüro landeten und uns kurzerhand entschieden, einen Pass erstellen zu lassen, wurden wir gebeten, den lateinischen Namen auf Papier aufzuschreiben. Entweder hat das Passbüro keinen Zugriff auf die englische Übersetzung der Geburtsurkunde, oder deren Inhalt ist für die Passerstellung komplett irrelevant. Wenn ich es richtig verstanden habe, hätte ich irgendeinen lateinischen Namen aufschreiben können (natürlich nicht probiert, empfehle ich auch nicht, denn: wer will das schon).
Auf jeden Fall stellt ich sicher, dass der Name im Pass mit dem Namen auf der englischen Kopie der Geburtsurkunde übereinstimmt. Alles andere führt über kurz oder lang zu Problemen, davon bin ich überzeugt.
Ich konnte es kaum glauben, aber es war so: Das Bezirksbüro hat es tatsächlich geschafft, den thailändischen Familiennamen meiner Freundin für die „certified copy“ nicht korrekt ins Lateinische zu übersetzen: aus „muang“ wurde „maung“. Nicht gut.
Die „original certified copy“ kann so nicht vom Aussenministerium beglaubigt werden. Der Mitarbeiter, welcher bei der Entgegennahme des Auftrags die Thai ID mit der Urkunde vergleicht, hat den Schreibfehler sofort erkannt.
Die Anpassung der Übersetzung war glücklicherweise kein grosses Problem und wurde von den Beamten sofort vorgenommen — aber: Wir mussten dafür selber zum Bezirksbüro fahren, vorsprechen, warten, bezahlen (20 THB), und konnten dann die neue Version der Kopie in Empfang nehmen (mit neuem Ausstellungsdatum). Das hat uns locker einen halben Arbeitstag gekostet.
Die thailändische Geburtsurkunde an sich hat im Verkehr mit ausländischen Staaten keine Gültigkeit. Damit diese von Botschaften als legale Urkunde akzeptiert wird, muss diese nun noch vom thailändischen Aussenministerium beglaubigt werden.
Andere Wörter dafür: Legalization. Certification. Ich bin nicht sicher, ob es sich auch um eine Überbeglaubigung handelt.
WICHTIG: Die Urkunde selber kann nicht beglaubigt werden. Sie ist aber vorbeizubringen. Zu Hause oder in einem Copy Shop erstellt man vor dem Besuch die gewünschten Anzahl Kopien der Urkunde (schwarz-weiss ist in Ordnung), und bringt diese zur Aussenstelle mit. Diese Kopien erhalten im Prozess dann auf der Rückseite einen Kleber mit Unterschrift und QR-Code, um die Authentizität zu verifizieren.
Die uns nächstgelegene (und mit dem öffentlichen Verkehr bestens erschlossene) Aussenstelle des Aussenministeriums befindet sich in der centralwOrld Shopping Mall, Sektor D, Stock 6, sprich in der nordwestlichen Ecke des Komplexes, leicht versteckt hinter einigen Baby- und Kinderläden:
สำนักงานสัญชาติและนิติกรณ์ ปทุมวัน The Legalization Office, Pathumwan
Wenn man Beglaubigungsaufträge hat, muss man zuerst online einen Termin buchen: qlegal.consular.go.th
Dabei gibt es Expresstermine, bei welchen der Auftrag noch am selben Tag erledigt wird. Das bedingt, dass man am Vormittag an der Aussenstelle ist (zwischen 10 und 12 Uhr), und ab 15 Uhr kann man das beglaubigte Dokument abholen kommen (es gibt kein Email, SMS oder dergleichen, welches einem mitteilt, dass der Auftrag erledigt ist). Die Kosten für die Beglaubigungen verdoppeln sich dabei von 200 auf 400 THB, sprich auf ca. 10 Franken pro Dokument.
Bucht man einen Regulären Termin, kann man auch am Nachmittag erscheinen. Die Bearbeitungszeit beträgt dann zwei Werktage, d.h. wenn man den Auftrag am Montag aufgibt, kann man das Dokument ab Mittwoch 10 Uhr (Öffnungszeit der Aussenstelle) abholen kommen.
Tipp: Es können mehrere Buchungen (in Serie) gemacht werden. Meines Wissens jeweils eine Express- und eine reguläre Buchung pro Woche. Ich habe davon Gebrauch gemacht, als ich das Problem mit der englischen Übersetzung realisierte. Die Slots buchen sich jeweils recht schnell aus, weshalb es (leider) Sinn macht, einen Backup-Termin in der Tasche zu haben. Ich wählte den regulären Termin zwei Tage nach dem Express-Termin, womit wir einen ganzen Tag zur Verfügung hatten, um allfällige administrative Reisen zu Ämtern zu unternehmen.
Zuerst stellt man sich (trotz QR-Code) in die Schlange des Inquiry-Schalters. Ist man an der Reihe, zeigt man den QR-Code, weist man sich mit der Thai ID aus, trägt sein Anliegen vor. Der Mitarbeiter erfasst einen dann im System und man kriegt einen Code für die eigentliche Warteschlange zu. Dann heisst es: Warten. Auf Bildschirmen sieht man, wie viele Personen in der Schlange vor einem sind.
Ist man an der Reihe, geht man zum aufgerufenen Schalter, spricht noch einmal vor, übergibt die Dokumente. Der Mitarbeiter überprüft das Dokument per Auge auf Gültigkeit. Dann wird der Auftrag notiert, eine Abholquittung erfasst und gedruckt, eine Kopie der Thai ID angefertigt, mit Unterschrift des Auftraggebers versehen.
Anschliessend geht man zum Cashier Schalter und bezahlt die Dienstleistung — entweder mit Bargeld, oder mittels QR-Code (was die meisten Ausländer ausschliesst).
Auf dem Abholschein befindet sich ein QR-Code. Diesen kann man mit der iPhone-Kamera scannen, und er leitet einen auf eine zweisprachige Website weiter, wo man den Status der Bestellung überprüfen kann.
Am kommunizierten Tag und ab der kommunizierten Stunde kann man wieder an die Aussenstelle pilgern, und das Dokument abholen. Wichtig dabei: Die Statusseite im Internet sagt nichts von „abholbereit“. Davon darf man sich nicht täuschen lassen.
Mit dem Abholschein geht man zum Abholschalter, die Mitarbeiter prüfen den Abholschein und händigen das Dokument aus. Bei der Abholung der zertifizierten englischen Übersetzung wollte die Dame meinen Pass nicht sehen — der Abholschein war „Beweis“ genug, dass ich der rechtmässige Auftraggeber war.
Nun hat man also eine oder mehrere beglaubigte Kopien von Geburtsurkunden.
Ich entschied mich, gleich drei Kopien beglaubigen zu lassen, weil die Kosten vernachlässigbar sind im Vergleich, dass man für die Legalisierung locker wieder einen halben oder ganzen Arbeitstag investiert.
Ich wählte Express Translation Service in Phloen Chit, welche über einen Drittanbieter bereits meine eigene Geburtsurkunde auf Thailändisch übersetzt hatten:
Express Translation Service & Travel
Dieses Unternehmen ist optimal gelegen zwischen Aussenministerium (centralwOrld, BTS Chit Lom) und der Schweizerischen Botschaft (ebenfalls Nähe BTS Phloen Chit).
Der Kontakt war schnell und effizient via WhatsApp: +66 84 656 2459. Nach der ersten Kontaktaufnahme wurde ich auf eine andere WhatsApp-Nummer „weitergeleitet“, ich gehe davon aus, dass es sich dabei um das Telefon meines persönlichen „Account Managers“ handelte.
Kostenpunkt: 1100 THB (ca. 28 CHF) für eine Übersetzung (inwiefern dieser Preis ad-hoc, nach Tagesform, festgelegt wird, weiss ich nicht). Weil nach Auftragsvergabe entschied zwei weitere Kopien der Urkunde beglaubigen zu lassen, und ich dem Übersetzungsbüros wegen des bereits fixierten Botschaftstermins weniger als 24 Stunden gab für die Übersetzung der drei Stempel, erhöhte sich der Preis um 1200 THB auf total 3200 THB. Angesichts des Frankenbetrags, der schnellen Reaktion, und des freundlichen Umgangs verzichtete ich auf Diskussionen und jedewelche Preisverhandlungen. Ich war einfach froh, hatte alles im eng gesteckten Zeitrahmen geklappt.
Thailand wäre nicht Thailand wenn man die obigen Schritte nicht outsourcen lassen könnte. Übersetzungsbüros übernehmen gerne den ganzen Prozess, sprich man übergibt die Geburtsurkunde, sie gehen sie beglaubigen, und übersetzen sie dann.
Hat man die Geburtsurkunde im Original, eine (oder mehrere) vom thailändischen Aussenministerium zertifizierte/beglaubigte/legalisierte Kopien, sowie eine deutsche Übersetzung, ist man bereit für den Besuch auf der Botschaft.
Auch hier gilt: Man kann da nicht einfach auftauchen (verständlich), sondern bucht einen Termin für einen bestimmten Tag und eine bestimmte Stunde (meines Wissens Montag bis und mit Donnerstag, 9 bis 12 Uhr).
Dies tut man hier: Embassy Online Appointment
Zur gebuchten Zeit spricht man am Empfang vor, wird (hoffentlich) auf der Liste des Tages gefunden, markiert, erhält pro Person einen Badge, der gut sichtbar getragen muss. Danach geht es durch den Metalldetektor. Im Innenhof gibt es einen Kiosk, mit welchem man den QR-Code der Buchung scannt, und man erhält eine Nummer. Im Innenhof der Botschaft wartet man dann im Schatten an der freien Luft, bis die Nummer aufgerufen wird. Dann geht es in das Gebäude, und man spricht am zugewiesenen Schalter mit dem Botschaftspersonal.
Ursprünglich wurde uns vom Legalisierungs-Service gesagt, dass wir die fehlerhafte englische Übersetzung der Geburtsurkunde bei einer Behörde im nahegelegenen MBK Center im 5. Stock anpassen könnten:
Das erwies sich als falsch: Als wir im Passbüro eintrafen, beschied man uns, dass die Korrektur nur beim herausgebenden Bezirksbüro veranlasst werden könne.
Da wir aber gerade im Passbüro waren, insistierte ich, dass wir für die Kleine doch gerade einen Pass bestellen. Nach ein paar ausgefüllten Formularen, der Grössenmessung des Babies und eines fürchterlichen Photos war alles rasend schnell erledigt.
Babies sind die Attraktion dort, zu Spitzenzeiten war unser Booth von vier zusätzlichen Mitarbeiterinnen umzingelt, die den „Farang Noi“ bestaunten.
Anschliessend nur noch den Passauftrag am Cashier-Schalter bezahlen, und danach am gleich nebenanliegenden Post-Schalter die Briefsendung bezahlen. Auf der Quittung war sowohl die Passnummer als auch die Sendungsnummer aufgedruckt. Zwei Tage später kam der Pass im Juristice Office in unserem Tower an.
Spannend: Der Pass ist jetzt fünf Jahre lang gültig.
Trotz all dieser Behördenläufe muss man sich bewusst sein, dass man aus rechtlicher-thailändischer Sicht (noch) nicht als legaler Vater anerkannt ist. Stand jetzt ist die Mutter die alleinige Erziehungsberechtigte des Kindes.
Das Einfachste in dieser Situation ist die Heirat (geplant, aber aus Gründen derzeit noch nicht möglich), viel komplizierter (aus denselben Gründen) wäre ein Gerichtsverfahren. Sowieso: Heiratet man vor der Geburt so dass die Ehe sowohl in der Schweiz und Thailand anerkannt ist, kann man sich viel Aufwand sparen, und hat die rechtliche Sicherheit, die man (normalerweise) als Vater gerne hätte.
Tags: Amphoe, Bang Phli, Bangkok, Botschaft, District Office, Geburtsurkunde, Konsulat, Samut Prakan, Sutibat, Tho. Ro. 1, Vaterschaftsanerkennung
Labels: Schweiz, Thailand
Dienstag, 10. Februar 2026
Dementsprechend: Sermsuks Crystal wird von mir ab sofort nicht mehr gekauft. Nestlé Pure Life ist der Gewinner des aus Europa rüberschwappenden grünen Wahnsinns — (derzeit noch) keine zwangsweise an der Flasche fixierte Deckel. Ich hoffe, das bleibt noch lange so.
A propos: Die Crystal-Flasche ist vorne und hinten mit einem unterschiedlichen Logo versehen. Einerseits das lateinische Logo („Crystal“ eben). Andererseits „คริสตัล“. Bei diesem Begriff handelt sich nicht um die Übersetzung von Kristall, sondern um Laut- oder Silbenschrift von „Crystal“. Sprich wird der Begriff von einer thailändisch sprechenden Person laut vorgelesen, tönt es wie „Crystal“. Erinnert an das japanische Katakana. Für lateinische Schrift gewohnte Besucher könnte das thailändische Logo fälschlicherweise als „Asada“ interpretiert werden.
Tags: Crystal, Nestlé, Pure, Pure Life, Sermsuk, Thailand
Labels: Reisen
Donnerstag, 5. Februar 2026
Geniale Idee!
Tags: Datenbank, Emails, Gmail, GUI, Interface, Jeffrey Epstein
Labels: Gesellschaft
Donnerstag, 5. Februar 2026
Diese Szene aus Interstellar geht mir seit dem 26. Oktober 2025, und umso mehr seit dem 20. Januar 2026 sehr, sehr Nahe:
Ghosts of the future (YouTube Short)
Cooper (gespielt von Matthew McConaughey) sagt in der Szene zu seiner Tochter:
After you kids came along, your mom, she said something to me I never quite understood. She said, „Now, we’re just here to be memories for our kids.“ I think now I understand what she meant. Once you’re a parent, you’re the ghost of your children’s future.
Tags: Geburt, Interstellar, Matthew McConaughey, Mutter, Tochter, Tod, Vater
Labels: Vaterschaft
Samstag, 31. Januar 2026
Mangels CE-Logo sind diese Cams in Europa nicht erlaubt. Doch man kann diese ja auch ausserhalb Europas betreiben, beispielsweise in den USA.
Und damit man die volle Funktionalität dieser Kameras ausreizt, sollte man eine SD-Karte verbauen, welche den Videostream kontinuierlich aufzeichnet, und mit welchem man dann in die Zeit zurückreisen kann. Je grösser die SD-Karte, desto länger die Aufnahmedauer (sobald der Speicher voll ist, überschreibt die Cam die ältesten Aufzeichnungen).
Wyze bietet mittlerweile selber kompatible SD-Karten an:
32GB, 128 GB, & 256GB MicroSD Cards for Local Storage
Dank den Produktphotos ist es ein leichtes, Karten anderer Hersteller zu kaufen, die in den Cams funktionsfähig sind.
Minimalparameter:
Garantiert funktionieren tut diese Karte: SANDISK Extreme PRO UHS-I V30, gekauft über Galaxus.
Vor langer Zeit, als ich das erste Mal auf der Suche nach einer passenden SD-Karte war, habe ich folgende zwei Seiten konsultiert und gebookmarked:
Tags: 128GB, Digitec, Galaxus, SanDisk, SD-Card, SDHC, SDXC, Wyze
Labels: Uncategorized
Freitag, 30. Januar 2026
Obwohl es natürlich das altehrwürdige LPR und HP JetDirect (9100) Protokoll gäbe, versuche ich heutzutage wenn immer möglich das Internet Printing Protocol (IPP) zu verwenden. Für HP-Drucker lautet der IPP-Endpunkt /ipp/print, und somit die ganze URL:
ipp://192.168.14.100/ipp/print
Was gleichbedeutend ist wie http://192.168.14.100:631/ipp/print.
Öffnet man diese URL im Browser, erscheint folgende Fehlermeldung:
Invalid Request. Some Error
Den über HPs Website heruntergeladenen Linux Universaltreiber (Treiber-Download-Seite, Direktlink uld-hp_V1.00.39.12_00.15.tar.gz) und das dazugehörende PPD habe ich nicht zum Laufen gekriegt: Im CUPS Web-Interface stand etwas von „Filter failure“, und das Log sah folgendermassen äusserst schizophren aus (eine Mischung aus „alles hat funktioniert“ und „komplettversagen“):
... D [30/Jan/2026:03:14:45 +0100] [Job 1] PID 2058714 (/usr/lib/cups/backend/http) exited with no errors. D [30/Jan/2026:03:14:45 +0100] [Job 1] **** Error: Page drawing error occurred. D [30/Jan/2026:03:14:45 +0100] [Job 1] Could not draw this page at all, page will be missing in the output. D [30/Jan/2026:03:14:45 +0100] [Job 1] Rendering completed D [30/Jan/2026:03:14:45 +0100] [Job 1] PID 2058712 (/usr/lib/cups/filter/gstoraster) exited with no errors. D [30/Jan/2026:03:14:45 +0100] [Job 1] End of messages ...
Leider habe ich es nicht geschafft herauszufinden, woher Could not draw this page at all, page will be missing in the output. konkret stammte, und wie die Fehlermeldung verursacht wird. Meine aktuelle Vermutung: Debian Trixie, die installierte Ghostscript-Version sowie der Treiber können es nicht miteinander.
Exkurs: gstoraster ist im Debian-Paket cups-filters enthalten (Debian Package Search), und gemäss github.com/richud/gstoraster handelt es sich um einen (minimalen?) Ghostscript-Wrapper. Zwischenfrage: Wieso einen Druckauftrag überhaupt auf dem Linux-Druckserver rastern, wenn das der Drucker selber kann?
Item. Man kann die ausführbare Datei aufrufen, und sie gibt folgendes zurück:
$ /usr/lib/cups/filter/gstoraster --help ERROR: /usr/lib/cups/filter/gstoraster job-id user title copies options [file]
Ausdrucke funktionierten, wenn ich den von CUPS mitgelieferten generischen PCL6-Treiber als Treiber auswählte. Doch eigentlich möchte ich anno domini 2026 Druckaufträge in Form von PDFs direkt an den Drucker senden, und nicht zuerst noch von CUPS nach PCL6 konvertieren.
Die Lösung: Als Druckertreiber wähle man IPP EverywhereTM aus. Damit sollte heutzutage jeder etwas neuere Drucker ansprechbar sein, ohne Treiber- und sonstiges Ghostscript-Gedöns.
Spannend: Ich wusste bis heute nicht, dass dieser generische Standardtreiber aus AirPrint entstanden ist, Apples Lösung um von iPhone und iPad aus zu drucken, ohne auf diesen Geräten irgendwelche Druckertreiber installieren zu müssen. Fantastisch! Danke Apple.
Tags: 9100, AirPrint, Cups, HP, HP Laser MFP 137fnw, IPP, JetDirect, Laser, LPD, LPR, MFP
Labels: Linux